Heft 2/23 - Fische in der Homöopathie

Seepferdchen, Barsch, Lachs, Hai ...

Homoeopathie Fische Lachs Hai
Es erwarten Sie Beiträge zu folgenden Fischen:
- Königslachs (drei Fälle von zwei Autoren)
- Hai/Haifischknorpel (vier Fälle von zwei Behandlern)
- Sonnenbarsch
- Sardelle bei einer Frau mit Akne indurata und Schuppenflechte
- Seepferdchen (zwei Fälle)
- Homöopathische Themen der Familie der Fische inkl. Hinweisen zum Hering, Petermännchen und Goldfisch

Zusatzfall:
- Seit 15 Jahren bestehende Schmerzen mit Geheinschränkung durch eine 54 Jahre alte Unfallverletzung im Fußbereich
Fische in der Homöopathie

Ein Einführungsartikel von Thomas Schweser widmet sich den homöopathischen Themen der Fische, wobei die Erfahrungen von vier Behandlern wiedergegeben werden. Des Weiteren werden folgende Arten in der Kurzdarstellung beschrieben: der Hering Clupea harengus (Infos von Peter Fraser und Auszug aus einem Fall von Viktória Bodrogi), das giftige Petermännchen Trachinus vipera (Fallbeschreibung von Sigrid Lindemann) und der Goldfisch Carassius auratus (wichtige Arznei bei der Multiplen Chemikalien-Sensibilität (Dr. Klaus Hör)).


Der Lachs Oncorhynchus tshawytscha für Menschen mit Beziehungsstörungen

Anhand von zwei Fällen dokumentiert die Behandlerin Sigrid Lindemann das Wirkungsspektrum des Königslachses. Der erste Patient wusste überhaupt nicht, wie der mit den Erwartungen und Wünschen der jeweiligen weiblichen Bekanntschaften umgehen sollte. Der zweite Patient bezeichnete sich als "echten Einzelgänger", er liebte Computer-Rollenspiele, die in der Welt des Mittelalters spielen. Nach der Verordnung des Lachses besserte sich erst sein Schlaf, er wurde zunehmend selbstsicherer und entspannter und die Abhängigkeit von Alkohol und Marihuana verschwand nahezu völlig innerhalb von sechs Monaten.


Lachs bei Folgen eines Seitensprungs

Oncorhynchus tshawytscha half einem Mann, sich gegenüber einer Frau erfolgreich abzugrenzen, deren Wünschen und Forderungen ("Terror") er sich hilflos ausgeliefert fühlte. Sechs Wochen nach der Erstverordnung von Onc-t. C200 (zwei Gaben/Woche) waren seine Schuldgefühle wie auch das Gedankenkarussell und die Bauchbeschwerden praktisch völlig verschwunden. Die Arzneiwirkung blieb stabil (26 Monate Nachbeobachtungszeit), sodass nach sechs Wochen keine weiteren Gaben mehr notwendig waren (Behandler: Felix Morgenthaler).


Still wie ein Fisch

Eine sehr wortkarge Patientin kommt wegen einer Schuppenflechte und einer Akne indurata in homöopathische Behandlung. Die letztendlich nicht hilfreichen Vorverordnungen von Silicea, Magnesium carbonicum, Natrium muriaticum und Lithium carbonicum geben einen Eindruck von dem eher schüchtern-stillen und auch unselbstständigen Wesen der Patientin. Wie die Behandlerin Birgit Brangs mit Hilfe der Trias "Hautprobleme, Schuppenflechte, Schweigsamkeit" dann auf die Sardelle Engraulis encrasicolus kam, finden Sie auf den Seiten 22-27, ergänzt durch eine weitere Kurzfalldarstellung (aus einem Fall von Karl-Josef Müller).


Das Langschnäuzige Seepferdchen Hippocampus guttulatus

Zwei Praxiserfahrungen gewähren einen homöopathischen Einblick in einen Fisch aus der Gattung der Seepferdchen. Die Mutter der achtjährigen Yara kam mit ihrer Tochter wegen Warzen an den Händen und geschwollenen Handknöcheln, des Weiteren gab es Kopfschmerzen, Albträume und Stottern. Die zweite Patientin litt primär an beruflichem Stress mit Pickeln am Kinn, sekundär an Ängsten vor Einbrechern, Krieg und Flucht. Die Verordnungen basieren auf Repertorisationen (natürlich war nur Hippocampus kuda repertorial vertreten), den allgemeinen Themen von Meeresarzneien und den individuellen Affinitäten der Patienten zur verordneten Arznei (Therapeutin: Vedrana Schreiner).


Karl-Josef Müller über den Hai(fischknorpel)

Gleich drei Fälle geben ein eindrückliches Gemütsbild des Schrecken der Meere. Die Hauptbeschwerden der Patienten waren Neurodermitis, (Verdacht auf) Morbus Bechterew und Konzentrationsschwierigkeiten mit Kopf- und Bauchschmerzen bei einem Kind. Neben allgemeinen Meeresbezügen gab es u.a. folgende individuelle Affinitäten bei den drei Hai-Patienten (die Aussagen der drei Patienten sind durch einen Schrägstrich getrennt): "Kickboxen und Thaiboxen: das ist brutal, das härtet ab", "Muskelaufbau - du musst fit sein", "dass man nicht so wehleidig ist. Früher hatte ich Angst vor einer Schlägerei. Jetzt: Wenn man eine auf die Nase kriegt, ist auch nicht so wild." / Ein hart wirkender, keine Emotionen zeigender Typ, "auch mal handgreiflich werden""ich bin eiskalt, Probleme unsentimental lösen""damals machte ich Kickboxen" / Er macht 'Martial arts'-Kampfsport: "Tritte, Schläge, verschiedene Kicks, Spannung""er schreit rum, wenn er Recht haben möchte - immer!", "zugeschlagen hat Sami einmal in der Grundschule. Er schreit: 'Scheiße!', "Du Bekloppter!'" Ergänzend finden sich einige Informationen auf Prüfungen und Fällen vom Bullenhai, der Tierhaileber und dem Weißen Hai.


"Ich gehe schwimmen, um Dampf abzulassen"

Ein weiterer Fall von Felix Morgenthaler in dieser Ausgabe, ein Patient, bei dem ein sehr deutlicher Bezug zum Element Wasser besteht: ehemaliger Leistungsschwimmer, Rettungsschwimmer bei der SLRG, Taucher im Rhein. Auch hier finden sich eine Reihe von Aussagen, die eine gewisse Aggressivität andeuten: der Patient "explodiert" selten vor Menschen, er geht lieber weg, bis er sich "wieder unter Kontrolle hat." Dazu gibt es Hinweise auf ein Raubtier: er "kann sich so richtig in ein Thema reinbeißen", er wurde "persönlich angegriffen" von Arbeitskollegen, die sich "gegen mich gestellt haben", dabei empfand er sich als der "schwächste Angriffspunkt" und er wurde "kaltgestellt". Der Haifischknorpel Shark cartilage brachte alle Beschwerden zum Verschwinden: die rheumatischen Beschwerden der Hände, das diffuse Krankheitsgefühl, das seit der zweiten Covid-Impfung bestand, zudem traten im folgenden Frühling auch erstmals keine Heuschnupfensymptome mehr auf.


Der Gemeine Sonnenbarsch Lepomis gibbosus

Nach der chemotherapeutischen Behandlung eines Gehirntumors leidet der damals acht Jahre alte Fabian unter Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, ausgeprägter Müdigkeit und Migräne mit Aura und Ausfallerscheinungen. Die Behandlerin Susanne Studer charakterisiert den Jungen folgendermaßen: "Der Blick hängt oft an der Decke, sein Mund ist halb geöffnet ... das Geistesabwesende, die Verzögerung im Kontakt, das Langsame, Kindliche, seine weiche Erscheinung ..." Neben dieser Symptomatik ist noch das gewalttätige Verhalten in bestimmten Situationen auffallend: In der Spielgruppe schlug er Kinder und wenn er mit seinem Bruder streitet, tritt er mit voller Kraft zu. Eine Verordnung von Barium carbonicum bewirkte keine tiefgreifende Veränderung. Zum Glück gibt es vom Sonnenbarsch eine Prüfung, einige Infos dazu (aus dem Buch "Wasserwelten" von Viktória Bodrogi): "Kopf wie eine leere Blase, benommenes Gefühl, gewalttätig - Intoleranz gegen andere, schwierige Konzentration, leeres Gefühl, verzögerte Reaktionen, schläfrig." Nur drei Monate nach einer Gabe Lepomis gibbosus gab es u.a. folgende Besserungen: keine Migränen mehr, Müdigkeit sehr viel besser - Fabian benötigt weniger Schlaf, ist beim Sport und Spiel ausdauernder und leistungsfähiger, er ist viel selbstständiger geworden, kann besser allein sein (kommt auch nicht mehr ins Elternbett).


Seit 15 Jahren bestehende Schmerzen einer 54 Jahre alten Verletzung

Vor 54 Jahren erlitt der Patient eine Fußverletzung bei einem Verkehrsunfall (Frakturen im distalen Bereich der Tibia und Fibula, Trümmerbruch des rechten Malleolus mit Bänderabrissen). Mittlerweile ist das obere Sprunggelenk partiell versteift, seit fünf Jahren bestehen stärkere Schmerzzustände, jeder Schritt war sehr schmerzhaft und nur mittels täglicher Einnahme von 600 mg Ibuprofen und einer Gehhilfe möglich. Der Behandler Dr. Heinz Kellinghaus stellte sich die Frage, inwieweit Homöopathie in solch einem Fall helfen könnte, umso beeindruckender war die Reaktion auf eine konstitutionell passende Arznei. Nach zwei Wochen hatten sich die Schmerzen etwas gebessert, aber es trat eine Entzündung im Frakturbereich auf - dennoch bestand weiterhin eine spürbare Schmerzverringerung. Zwei Wochen später war das Gehen um 30 % weniger schmerzhaft, die Entzündung um 75 % abgeklungen. Weitere vier Wochen später benötigte der Patienten nur noch 400 mg Ibuprofen pro Woche (statt bisher 7x600 mg) und seine Energie hatte sich um 30 % gebessert. Nach insgesamt sechs Monaten konnte der Patient fast schmerzfrei gehen und es zeigten sich auch deutliche Veränderungen in seinem Wesen: Er wurde lebendiger, klarer und energievoller, und ergriff zunehmend mehr Eigeninitiative. Wenige Monate später besserte sich auch seine mentale Leistungsfähigkeit.

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