Homoeopathia viva - Zeitschrift für Klassische Homöopathie

Falldarstellungen - Arzneimittelbilder - Materia medica


Homoeopathia viva ist eine seit 2003 halbjährlich erscheinende Zeitschrift für Klassische Homöopathie, die sich als Forum für alle klassisch homöopathisch arbeitenden Ärzte und Heilpraktiker versteht, die einen Einblick in ein möglichst umfangreiches Spektrum des homöopathischen Arzneimittelschatzes erhalten wollen.


Homöopathische Familien“ - homöopathisch ähnliche Arzneimittel
 
Ein besonderes Anliegen dieser Homöopathie-Zeitschrift ist die Wahrnehmung der Arzneien nicht als isolierte, einzelstehende Mittel im Pool des homöopathischen Arzneischatzes, sondern in Verbindung mit anderen, verwandten Arzneimitteln. Kein ernsthafter Homöopath wird die in vielen Bereichen frappierende Ähnlichkeit der Nachtschatten Bell., Hyos. und Stram. bestreiten. Und bei vielen anderen Arzneigruppen, wie zum Beispiel den Spinnen, den Edelmetallen oder den Halogenen, finden sich jenseits aller individuellen Symptomatik der Einzelsubstanzen viele grundlegende homöopathische Gemeinsamkeiten. Je mehr sich Substanzen oder Lebewesen im Botanischen, Chemischen, Physikalischen, Biologischen etc. ähneln, umso ähnlicher bilden sich diese Ähnlichkeiten auch im Homöopathischen ab.

Die möglichst genaue Kenntnis der homöopathischen Familien lässt einen nicht nur homöopathische Gemeinsamkeiten von Arzneien erkennen, umgekehrt stellt sich dann auch die Frage, welche Symptome, Modalitäten und Themen wirklich mittelspezifisch sind. Die Verschlimmerung durch Einengung (nicht nur im Halsbereich), die Neigung zu Blutungen und blauen Flecken, PMS, Eifersucht und ein Bezug Sprache - Geschwätzigkeit wie auchim Hals stecken gebliebene Worte- sind typische Schlangenaspekte. Wer sich dessen bewusst ist, verordnet in solch einem Fall nicht routinemäßig den Buschmeister Lach., sondern riskiert differenzialdiagnostisch einen Blick auf andere Schlangen.

Homöopathische Familien sind keine fixierten, in Stein gemeißelten Klassifizierungen. Eine botanische Verwandschaft zum Beispiel ergibt nicht zwangsweise eine homöopathische Ähnlichkeit. Umgekehrt können sich Arzneien völlig unterschiedlicher Herkunft (Pflanze, Tier, Mineral etc.) in grundlegenden Charakteristika so ähneln, dass sie in die gleiche Familie gehören. So ist zum Beispiel das Gas Oxygenium mit seinem Hochmut, seinem Bedürfnis nach Wertschätzung, wie auch seíner Körperwärme (Verbrennungsprozesse) und seinem Frischluftverlangen im Dunstkreis des Schwefels anzusiedeln, während die Delfinmilch Lac-del. eine wichtige Differenzialdiagnose zu Phosphor sein kann.




Ich bin absolut überzeugt, dass einer thematischen Herangehensweise, insbesondere an die Materia Medica, die Zukunft gehört. Die Zeitschrift 'Homoeopathia viva' verfolgt solch einen Denkansatz - klar und anschaulich dokumentiert. Zu sehen, wie andere ihre Fälle lösen und beurteilen, ist eine schöne Zugabe - Viva Homoeopathia!

Frans Vermeulen (Schweden)
Hier finden Sie weitere Referenzen



Schwerpunkthemen

Fast alle Ausgaben widmen sich einem Schwerpunktthema, manchmal einer klinischen Thematik (z.B. ADS/ADHS, Hormone & körpereigene Substanzen), des Öfteren einer homöopathischen Familie (Rötegewächse, Nosoden, radioaktive Substanzen ...). Ergänzend zu den Falldarstellungen und einem möglichen Artikel zu den Themen und körperlichen Schwerpunkten einer homöopathischen Familie, finden sich weitere Beiträge wie solche mit Informationen aus Botanik, Zoologie, Chemie, Technik, Kultur etc. zu den jeweiligen Arzneimitteln, Arzneimittelbilder oder differenzialdiagnostische Hinweise.


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