Heft 2/10 - Insekten & Schmetterlinge

Apis mellifica, Coccinella septempunctata, Formica rufa, Coccus cacti, Limentis bredowii, Inachis io ...

Homöopathiefälle zu Apis mellifica, Formica rufa, Limentis bredowii, Inachis io, Coccinella  u.a.
Von über einer Million bekannten Insekten finden Sie in diesem Heft Beiträge zu folgenden Kerbtieren:
- Apis mellifica
- Coccus cacti (Cochenilleschildlaus)
- Formica rufa (drei Fälle)
- Lamprohiza splendidula (Glühwürmchen)
- Coccinella septempunctata (drei Beiträge)

Zu diesen Schmetterlingen erwarten Sie fünf Fälle:
- Limentis bredowii (kalifornische Eisvogelart)
- Inachis io (Tagpfauenauge)
Apis, Cantharis und Musca domestica

Zur Einstimmung auf die Insekten finden Sie auf den ersten vier Seiten neben einigen allgemeinen Informationen zur homöopathischen „Familie“ der Insekten vor allem Hinweise aus Materia medica und Fällen zur Honigbiene Apis mellifica und der Spanischen Fliege Lytta vesicatoria (Cantharis) sowie abschließend einige Charakteristika der Stubenfliege Musca domestica (Verfasser: Thomas Schweser).


Apis mellifica (Honigbiene)

Grundlose Traurigkeit“ lautet der Titel der Apis-mellifica-Kasuistik eines Mädchens, das in den ersten Jahren ihrer homöopathischen Behandlung Carc. und Sep. mit zufriedenstellender Wirkung erhalten hatte. Aber erst akut auftretende Halsschmerzen mit für Apis typischen Empfindungen und Modalitäten brachte die Behandlerin auf die richtige Spur, sodass auch die chronische Symptomatik (nervöse Unruhe, juckender Hautausschlag, Kopfschmerzen, Traurigkeit etc.) sich zunehmend besserte (Behandlerin: Petra Eickhoff, Trier).


Coccus cacti (Cochenilleschildlaus)

Wie sich die zumeist akut verordnete „Hustenarznei“ Coccus cacti im Chronischen zeigen kann, präsentiert die Kasuistik von Karl-Josef Müller. Eine deutliche Neigung zu krampfigem Verhalten im Allgemeinen und Krämpfe der Zehen im Lokalen waren neben einem chronischen Husten deutliche Hinweise auf Coccus cacti, das neben den erwähnten Beschwerden auch den Schlaf und das allgemeine Energielevel besserte.


Ein erster Fall von Lamprohiza splendidula (Glühwürmchen)

Das Glühwürmchen Lamprohiza splendidula präsentiert sich erstmalig dem geneigten Leser anhand eines jähzornig-dickköpfigen Mädchens mit nächtlichem trocken-bellendem Husten und einer an Cantharis erinnernden Zystitis („Vor einer Woche hatte sie eine Blasenentzündung ... hohes Fieber, hat sich gekrümmt vor Schmerzen, beim Wasserlassen geschrien und den Urin angehalten.“). Das Protokoll einer Kopfkissenprüfung des Glühwürmchens (Leiter: Karl-Josef Müller) können Sie hier einsehen: » Kopfkissenpruefung_Lamprohiza_splendidula.pdf


Formica rufa (Rote Waldameise)

Gleich drei Beiträge von Jürgen Brand, Gerhard Ruster und Petra Eickhoff zu Formica rufa gestatten einen tiefen Einblick in diese Arznei. Allein schon die Überschriften der Beiträge - „Frau mit Problemen auf der Arbeit“, „Ich mache meinen Job zu 100 %“, „Er ist ständig in Aktion ... und sehr dominant“ - zeigen, was im Leben dieser Patienten eine große Rolle spielt und in welchem Lebensbereich häufig entscheidende Stressfaktoren und Krankheitsauslöser liegen. Welche körperlichen Beschwerdebilder durch Formica rufa geheilt wurden, welche Gemütssymptome die Behandler für wichtig erachtet haben, und wie sie zur Arznei Formica rufa gelangt sind, finden Sie auf den Seiten 21 bis 30.


Coccinella septempunctata (Siebenpunkt-Marienkäfer)

Neben Formica rufa bildet der Marienkäfer Coccinella septempunctata mit ebenfalls drei Artikeln einen weiteren Schwerpunkt. Der italienische Arzt Dr. Giacomo Merialdo, präsentiert gleich zwei Kasuistiken von Coccinella septempunctata: eine Frau mit zahlreichen Beschwerden wie Haarausfall, leichter Gesichtsakne, starkem Ameisenlaufen an den Händen, ausgeprägter Müdigkeit (trotz guten Schlafs) und häufig starken Zahnschmerzen in der Vergangenheit sowie eine zweite Frau mit Bluthochdruck (170/100).

Abgerundet wird der Cocci-s.-Block durch einen Beitrag mit zoologischen Informationen zum Tier, einem kompakten Arzneimittelbild sowie zentralen Aspekten aus zwei Fremdkasuistiken, zusammengetragen von Thomas Schweser.


Limentis bredowii (Kalifornischer Eisvogel, eine Schmetterlingsart)

Den Einstieg zu den Schmetterlingen bildet der Limentis-bredowii-Fall eines 30 Monate alten Mädchens mit chronischen Infekten der oberen Atemwege mit Mittelohrentzündungen. Bemerkenswert waren bei dem Kleinkind ein ausgesprochenes Faible für schöne Kleidung, die sie sich teilweise selbst schon auswählt, und Parfüm. Die Patientin der zweiten Kasuistik ersuchte die Homöopathin u.a. wegen Akne, Kopfschmerzen, Zähneknirschen und einem Genitalpilz um homöopathische Hilfe. Im Gemütsbereich dominierte bei der Kanadierin die Empfindung keine Freunde zu haben mit einem starken Gefühl von Heimweh. Hauptdifferenzialdiagnosen waren in diesem Fall Phos. und Lac-del. (Autorin beider Fälle: Birgit Nalepa, Waldmohr).


Inachis io (Tagpfauenauge)

Mehrere Fälle finden Sie zum Tagpfauenauge Inachis io, einem Tagfalter aus der Familie der Edelfalter. Bei allen drei Patienten handelt es sich um junge Mädchen mit Neurodermitis als Hauptbeschwerde. Diese Falldokumentationen gestatten, Wirkschwerpunkte und Gemeinsamkeiten zu erkennen, um so zentrale Aspekte von Inachis io, einer homöopathisch noch recht unbeschriebenen Arznei, zu erkennen. Die Behandlerinnen waren Heike Dahl (Berlin) und Ilka Jessen-Tietgen (Kiel).


Einführungsliteratur in die Homöopathie

Wer Homöopathievorträge hält, neuen Patienten etwas Erläuterndes zur Hand geben möchte oder Partnern und Bekannten von erfolgreich behandelten Patienten ebenfalls die Möglichkeiten der Homöopathie näherbringen will, kann dies durch die Weitergabe geeigneter Einführungsliteratur unterstützen. Aus diesem Grund wurden die Abonnenten per E-Mail befragt. Eine Auswahl der Empfehlungen, die natürlich nur einen zufälligen Einblick in das Marktangebot gewähren, finden Sie im Abschlussbeitrag der Homoeopathia viva 2/10.


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