Heft 1/12 - Schwere Pathologien

Epilepsie, Morbus Crohn, Multiple Sklerose, rheumatoide Arthritis ...

Homöopaythie bei kongenitale Hydronephrose mit Pyelektasie, schwere Dyspnoe, Zustand nach anaphylaktischem Schock, Ventrikelseptumdefekt ...
Wie segensreich die Homöopathie auch bei schweren Erkrankungen sein kann, lesen Sie in dieser Ausgabe:
- Morbus Crohn
- Seit über 30 Jahren bestehende schwere Epilepsie
- Multiple Sklerose
- Non-Hodgkin-Lymphom der B-Zellreihe Grad III
- Rheumatoide Arthritis & Spinalkanalstenose
- kongenitale Hydronephrose mit Pyelektasie links
- Hartnäckiger Tinnitus
- Homöopathische „(Akut-)Interventionen“: schwere Dyspnoe, Zustand nach anaphylaktischem Schock, Ventrikelseptumdefekt u.a
Morbus Crohn

Ein Patient mit einem seit 21 Jahren bestehenden Morbus Crohn mit bisher fünf Operationen, der während eines schweren Krankheitsschubes, der selbst auf 100 mg Kortison nicht ansprach, einen Homöopathen aufsuchte. Nach zweimaliger Gabe einer Arznei waren alle Morbus-Crohn-Beschwerden nahezu völlig verschwunden wie auch die ebenfalls bestehende Heuschnupfensymptomatik. Ein Rückfall mit leichten Bauchkrämpfen, Durchfall und Energieabfall trat erst fünf Jahre später auf - ausgelöst durch zwei Impfungen (DPT, FSME). Da die bisherige konstitutionell wirkende Arznei nicht mehr ansprach, waren jetzt drei andere Arzneien erforderlich (Behandler: Marco Riefer, Freiburg).


Homöopathische „Interventionen“

Dieser Beitrag soll alle Praktiker ermuntern, dass auch in Situationen, in denen aufgrund der Schwere eines Krankheitsbildes akuter Handlungsbedarf besteht und/oder die Möglichkeit einer (ausführlichen) Anamnese nicht gegeben ist, immer wieder äußerst befriedigende Ergebnisse erzielt werden können. Es erwarten Sie kurzgefaßte Behandlungsdokumentationen des Heilpraktikers Christoph Schlüter (Weingarten) zu folgenden Krankheitsbildern:
- Cheyne-Stokes-Atmung bei ventrikulärer Tachykardie
- Schwere Dyspnoe bei einem 79-jährigen Mann
- Kleinkind mit Ventrikelseptumdefekt
- Zustand nach anaphylaktischem Schock (nächtliche Panik, Engegefühl in der Brust)
- Mutter mit Magen- und Rückenschmerzen, dem verdrängten Trauma eines sex. Missbrauch in der Kindheit und einem Baby mit Ventrikelseptumdefekt


Multiple Sklerose

Auch vier Jahre nach Behandlungsbeginn war eine Patientin, die wegen einer Multiplen Sklerose die Homöopathin Birgit Nalepa (Waldmohr) aufgesucht hatte, weiterhin praktisch symptomenfrei. Ein mineralisches Element, das in den modernen Repertorien mit ca. 2500 Symptomen vertreten ist, aber konstitutionell eher selten verordnet wird, erbrachte auch bzgl. der Bulimie, Arthrose, Pollinose, vaginalen Pilzinfektionen und einer Obstipation die erwünschte Heilwirkung und gestattet einen Einblick in die grundlegende Gemütsthematik dieser Arznei.




„Guten Tag Herr Schweser,

die Hefte sind richtungweisend. Klassisches geht einher mit neueren Strömungen. Mir gefällt auch das Design: schrilles, buntes wird weggelassen. Der Inhalt ist entscheidend. Die Hefte sind eine wahre Fundgrube. Auch die beigefügten Einlagen sind informativ. ... Alles zusammengefasst ein großes Dankeschön.


Herzliche Grüße aus Leipzig

Frau E. D., Berlin (E-Mail vom 20. Nov. 2013)




Seit über 30 Jahren bestehende Epilepsie

Eine 51-jährige Frau: „Ich hatte immer epileptische Anfälle ... den ersten Anfall hatte ich mit 20: mit Schütteln, Speichelfluss, Zungenbeißen.“ Was war, als dies begann? „Wir haben für viele Jahre bei den Schwiegereltern gewohnt. ... Sie war total eifersüchtig auf mich; er war der einzige Sohn. ... Die Anfälle kamen wegen all dem Zorn, den ich hatte. Ich hätte mich abreagieren müssen!“ Nach der Verordnung von Dr. med. Giacomo Merialdo (Genua) beschrieb sie die Mittelwirkung u.a. mit den Worten: „Es ging mir noch nie so gut: Ich habe kein Kopfweh mehr und kann sehr gut aufstehen. Und etwas, das ich noch nie hatte: Ich lasse meinen Zorn raus, ich muss meinen Zorn ablassen. Mein Mann sagt mir, dass er mich noch nie so energisch und aufgedreht gesehen hat.“ 18 Monate später: „Seit eineinhalb Jahren hatte ich keinen Anfall mehr! Ich hatte auch keine Probleme mehr mit Nervosität oder Depression. Und ich habe auch keine Kopfschmerzen, Hitzewallungen und Schmerzen mehr.“ Die Nachbeobachtungszeit beträgt siebeneinhalb Jahre.


Kleinkind mit Entwicklungsstillstand, angeborener Hydronephrose (Wassersackniere) und linksseitiger Pyelektasie (Nierenbeckenerweiterung)

Weder Bufo, Phos. noch Sil. erbrachten größere Fortschritte, erst eine Säure, verordnet von der Heilpraktikerin und Dipl.-Psychologin Marion Walsdorff (Berlin) erbrachte grundlegende Verbesserungen wie eine Veränderung des Nierenparenchyms von Grad IV (< 2 mm Dicke) auf Grad II (Parenchym normal breit, Pyelon und Kelche erweitert) sowie eine Reihe weiterer großer Fortschritte in den Bereichen Sprachentwicklung, Längenwachstum, motorische Entwicklung ...


Non-Hodgkin-Lymphom der B-Zellreihe Grad III

Eine für ihr Alter (67 Jahre) auffallend schrill gekleidete und geschminkte Patientin mit einer prognostizierten Lebenserwartung von drei/fünf Monaten (ohne/mit Chemotherapie) aufgrund eines fortgeschrittenen Non-Hodgkin-Lymphoms. 27 Monate nach der Arzneiverordnung hat sich ihr Allgemeinzustand deutlich gebessert. Zwar kann man nicht von einer Heilung sprechen, aber auch von weit mehr als „nur“ von einer Verlängerung der Lebenszeit: Die Lymphknoten im Leistenbereich sind gar nicht mehr, die in der Umgebung des Ohres und des Halses gelegenen, nur noch schwach tastbar. Der brennende Juckreiz im Gesicht, ein NHL-Begleitsymptom, ist schon seit Längerem völlig verschwunden (Behandlerin: Vedrana Schreiner, Kassel).


Rheumatoide Arthritis und Spinalkanalstenose im HWS-Bereich

Eine ältere Frau mit stark deformierten Fingern sowie Lähmungserscheinungen in der rechten Körperseite (Gangstörung) und Sensibilitätsstörungen. Die Fallaufnahme und -analyse erfolgte nach der Sankaran-Methode. Nach wiederholten Verordnungen der passenden Arznei durch die Heilpraktikerin Ilka Jessen-Tietgen (Kiel) kam es zur fast vollständigen Rückbildung der arthritischen Deformierungen an der linken Hand, wie auch zu deutlichen Verbesserungen in Bezug auf die Parästhesien, Gleichgewichtsstörungen und Gangstörungen. Bei den Allopathika wurde das Prednisolon abgesetzt und das Methotrexat von ursprünglich 15 mg/Woche auf 2,5 mg/alle zwei Wochen reduziert. Der CRP-Wert besserte sich von 29,3 mg/l auf 1,6 mg/l.


Tinnitus

Es gibt – rein homöopathisch gesehen – „schwierige Pathologien“, harte Nüsse, die sich oft nicht bessern, selbst wenn die gewählte Arznei allgemein sehr gut hilft. Die Diagnose Tinnitus zählt nicht selten dazu. Hier geht es um die zum Glück erfolgreiche Behandlung eines Tinnitus mit einer zudem interessanten Arznei, die jedem aus der Natur bekannt ist und die neben dem Tinnitus auch andere Beschwerden wie Blähungen und innere Unruhe gebessert hat (Behandler: Karl-Josef Müller, Zweibrücken).


Depression, Ekzem

Der Abschlussfall – wie häufig jenseits des thematischen Schwerpunktes dieser Ausgabe – dokumentiert die Behandlung einer sich mit der häuslichen Situation überfordert und eingesperrt fühlenden Mutter. Die Verordnung von Lac-h. (Kindbettdepression mit Suizidgedanken und Tötungsimpulsen gegen das Kind, Milchunverträglichkeit, Abneigung gegen Ehemann, spontaner Milchfluss, Heimweh ...) durch die Therapeutin Birgit Nalepa (Waldmohr) zeigte zwei Jahre lang eine gute Wirkung, danach war aber eine andere Arznei nötig. Ihr Mann der Patientin äußerte abschließend: „Es geht ihr so gut wie nie, sie ist wieder ein ganz anderer Mensch.“ Mindestens sieben Jahre ging es der Patientin unter dieser Arznei gut und sie war weitgehend beschwerdefrei.


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